Bundesstraße 1 Komplett – Teil 1

Würde man mein Geburtstagsgeschenk im Laden kaufen können, würde man am Tresen „Einmal die B1 komplett“ bestellen. Die Verkäuferin würde etwas erstaunt schauen, würde vielleicht „in Teilen oder ganz“ fragen und das übergroße Geschenk in den Einkaufswagen wuchten.

Aber starten wir am Anfang. Ich wusste nun schon seit zwei Monaten, dass ich ein Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes bekommen sollte, es sollte eine Überraschungsreise über zwei Tage werden. Ich hatte keine Idee wo es hingehen sollte und so war ich voller Vorfreude als ich am Samstagmorgen um 7 Uhr im Auto Richtung Osten saß. Der Abend davor war nach einem Bad Religion-Konzert etwas außer Kontrolle geraten und so brummte mein Schädel ordentlich, was die Kombination der wenigen Informationen um das Ziel der Fahrt nicht vereinfachte.

Stephan, der aus ähnlichen Gründen mit Sodbrennen zu kämpfen hatte, war sehr entzückt, aufgrund meiner Ratlosigkeit als wir in Kostrzyn standen und hier mein Geburtstagsgeschenk beginnen sollte. Des Rätsels Lösung: Mein Geschenk war ein Roadtrip über die komplette B1 von der polnischen zur niederländischen Grenze. Die Faszination daraus ist schwer zu Beschreiben, man kann es sich als „Deutschland TV“ vorstellen. So wie ein Tag vor dem Fernseher, man flezt sich im Autositz gemütlich hin und schaut die Gegenden die vorbeirauschen, die immer wieder Gesprächsthemen hereinwerfen, sei es durch schöne Landschaften, obszöne Frisuren oder hässliche Dörfer. Ein durch die Umgebung gesteuerter Gesprächsfluss entsteht.
Dazu ist dieses Deutschland-TV sehr interaktiv, man kann den Film anhalten und indem man das Auto verlässt und in das Geschehen einsteigt.

Aufgrund eines strammen Programms, Schließlich wollten wir der Route an diesem Tag bis nach Dortmund folgen, konnten wir leider nicht soviele Unterbrechungen einbauen.

Impressionen aus Brandenburg

Brandenburger Weite…

Kurz nach der polnischen Grenze sollte das erste Etappenziel Berlin sein. Bis dorthin ging es über Brandburger Landstraßen. Die Häuser in diesem bereich sind digital – Renoviert oder total verfallen, ein bisschen heruntergekommen oder fast neu gibt es nicht. So hat jeder Ort seinen eigenen Binärcode.

Willkommen in Berlin-Ost

Es dauerte nicht lange und wir erreichten Berlin. Hier war auch unser erster Stopp:
Das Dong-Xuan-Center, ein riesiger asiatischer Markt, auchgeteilt in mehreren Hallen. Hier fühlt man sich als deutscher Fremd und kann eintauchen in eine Welt aus Nippes und Glasnudeln.

Mehrere Hallen locken die Besucher im Dong-Xuan-Center

Hinterhofatmosphäre

Asiatische Atmosphäre, besonders die Nase erlebt jeden Meter neue Düfte

Die Strecke durch Berlin zog und wurde zum Zeitkiller, über die Glienicker Brücke, einst Austauschort von Agenten zwischen Ost- und West ging es über Potsdam wieder aufs Land.

Es sollten mehr Smileys an Autobahnen angebracht werden.

Über Burg, wo wir etwas Autosightseeing betrieben, ging es am A2-Smiley vorbei weiter nach Magdeburg, hier verließen wir die B1, die sich zur Umgehungsstraße mauserte und fuhren zum Dom und zum Hundertwasserhaus.

Hundertwasser

Kein Hundertwasser

Weiter ging es durch Einfachnurhässlichbraunschweig in bekanntes Terrain: Stephan ist in Hildesheim aufgewachsen und so ließen wir es uns nicht nehmen, seine Eltern zu besuchen. Die aber nicht da waren, was solls, zwei- drei Kleine Details in der Wohnung verändern, Kartoffelchips wegessen und weitergehts.

Braunschweig, pfui!

Braunschweiger Bäcker auf Zeitreise

Impressionen aus einer Hildesheimer Wohnung

Urlaubserinnerungen, gefunden in einer Hildesheimer Wohnung

Nachdem wir Hameln passiert haben und der Wohnung einer guten Freundin zugewunken haben – keine Zeit – war unser nächstes Ziel ein Kurzbesuch bei den Extersteinen. Das Kassenhäuschen hatte schon geschlossen und so war diese ehemalige Kultsstätte kostenlos begehbar.

Hier sind leider keine tollen Fotos entstanden

Essen wollten wir auch Stilecht an einem typischen Bundesstraßenimbiss. Das Schnitzel, aufgewärmt in der Mikrowelle erfüllte sein Klischee und der Besuch eines Stammgastes, der jeden Tag nach der Arbeit dort sein Abendbrot aß, lies Mitleid mit seinem Magen aufkommen.

Direkt an der B1

Die Schlussetappe fuhren wir durch das dunkle, verregnete Unna und plötzlich fanden wir uns hier wieder:

Neinnein, nach Deutschland-TV wollten wir uns um kurz vor Mitternacht nicht auch noch ein Hollywoodfilmchen antun. Hier holten wir unseren Gastgeber für die viel zu kurze Nacht ab. Er war, während wir durch die halbe Republik brausten mit dem führen eines Kinos beschäftigt. Zu Potterzeiten eine stressige Aufgabe. Das nächtliche Gespräch rund ums Reisen hätte noch Stunden weitergehen können, aber die Vernunft lies uns um kurz nach Eins ins Bettchen fallen – wollten wir doch am nächsten Tag früh los, den Rest der B1 und einige weitere Attraktionen genießen.

Impressionen aus einer Dortmunder Wohnung

Sehr wenig B1, dafür ein Freizeitpark in Belgien, Pitpat in Dortmund und eine besondere Überraschung für mich gab es am zweiten Tag, welcher hier passenderweise bald als Teil 2 veröffentlicht wird.

29. Juli 2011 at 12:32 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Großglockner-Hochalpenstraße

Nachdem wir uns Caorle Etappenweise genähert haben, musste die Rückfahrt an einem Tag vollzogen werden. Da unsere Reise in Bad Zwesten begonnen wurde und ich noch nach Berlin musste ergab sich die stolze Summe von 1400 km. Um die Rückfahrt um eine Attraktion zu bereichern wählten wir als Alpenüberquerung die Großglockner-Hochalpenstraße.

Die Hochalpenstraße ist keine normale Straße sondern kompletter Irrsinn. In den 1930erjahren, als der Wunsch nach Mobilität und eine hohe Arbeitslosigkeit viele interessante Straßenbauprojekte hervorgebraucht haben, wurde diese Straße gebaut. Stichstraßen, die nicht nur die Berge überqueren sondern auch auf Berggipfeln enden, zeigen, dass es als touristische Attraktion angelegt wurde.

Nun war unser Reiseauto nicht mehr der Jüngste und im Freundesdunstkreis als das am wenigsten gewartete verschrien. Trotzdem – und das finden alle erstaunlich hat der kleine Fabia bereits 280.000 km auf dem Buckel. Dieses Mal wollte er sich aber Rächen für die Strapazen der letzten Jahre.

 

Und so zeigte uns der Fabia schon vor dem Beginn der Hochalpenstraße, vor der Mautstation, dass er eigentlich keine Lust mehr auf rund 50.000 km im Jahr hat und lieber irgendwo in Afrika sein Lebensabend verbringen will (wo er wahrscheinlich liebevoller gewartet wird). Um auf sich aufmerksam zu machen, ließ der Fabia einfach sein Kühlwasser auf den heißen Motorblock tropfen, was zu einer ordentlichen Dampfwolke aus dem Motorraum führte. (Nicht im Bild: Dampfwolke)

Stephan ließ nur die Option eines einmaligen Vorgangs zu und füllte den Kühlwassertank wieder auf. Während der Fahrt war aufgrund des kalten Fahrtwindes auch alles in Ordnung, nur als wir am Nationalparkplatz ankamen und der Verkehr sich staute gab es wieder die altbekannte Wolke. Diesmal entschieden wir uns ob der Steigungen die noch kommen sollten einen Fachmann mit dieser Leckage zu beauftragen. Ein Telefonat mit der Autoversicherung, die aufgrund eines Extrapolice damit beauftragt war, vermittelte uns einen Mechaniker und die Botschaft, dass es nicht teuer werden sollte.

 

Wir mussten nun also ca. 3 Stunden auf den Mechaniker warten. Es gibt zwar schlimmere Orte als bei dieser Aussicht, allerdings war es aufgrund der bevorstehenden Strecke, der sich jetzt immer weiter hinziehenden Vorfreude auf die Liebste zuhause und der Tatsache, dass man den Mechaniker schon 2 Kilometer vorher sehen konnte doch sehr nervig.

 

Der Mechaniker brachte nicht nur das Auto in Ordnung, sondern wir lernten auch ca. 200 Schimpfwörter im Österreichischeren Dialekt (Wovon ich aber wieder alle vergessen habe).

Ich bitte die B-Säule des Fabias rechts im Bild zu entschuldigen

Nachdem die Stelle provisorisch zusammengeflickt wurde, durften wir weiter durch traumhafte Landschaften, die man sonst nur beim Wandern zu Gesicht bekommt fahren und schafften auch die höchste Stelle der Tour, die Edelweißspitze (2557 m.ü.A.)

 

Aus der geplanten Ankunftszeit von 22 Uhr in Berlin wurde 4 Uhr Morgens. Aber wir waren um ein Erlebnis reicher. Das Provisorium, dass laut dem Mechaniker schnellstmöglich ersetzt werden sollte ist auch heute noch ca. 50 Tage nach der Panne nicht ersetzt worden. Aber der kleine Fährt noch immer.

15. Juli 2011 at 08:59 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Caorle

Der letzte Tag unserer Reise begann frustrierend. Während Italien uns die vorherigen Tage mit Bilderbuchwetter versorgte, fühlte es sich an diesem Tag eher nach Sommer in Dänemark an. Bewölkt und windig. Auch die unbefriedigende Suche nach einem Supermarkt, der unsere Einkaufslust stillen konnte hebte die Laune nicht unbedingt.

Caorle ist ein in den 60erjahren stark und hässslich gewachsener Ort. Die Altstadt ist schön, daran schmiegen sich aber Mietkasernen die durch viele bunte Farben Urlaubsflair vermitteln sollen. In Zeiten von Billigfliegern hat Caorle mit den gleichen Problemen wie Blackpool zu kämpfen. Die Übernachtungszahlen sanken von stolzen 9 Millionen auf 6 Millionen und auch eine Infiltration der Mafia ist auch für den Urlauber nicht zu übersehen.

Unser Campingplatz lag an der Lagune, welches nicht nur schön für Menschen, sondern auch schön für Mücken ist. So konnten wir eine juckende Andenken mit nach Hause nehmen.

Aber dieser Eintrag klingt depressiver als der Besuch eigentlich war. Die Schlechtwetterphase hielt auch nur kurze Zeit an, Mittags zog es auf. Der wunderschöne Sandstrand, ein entspannender Urlaubsausklang und eine schöne Altstadt sowie ein ausufernder Spaziergang mit einer Badesiesta am Pool mit Leihbadekappen hebten die Stimmung wieder. Auch das Abschiedsessen in einem italienischem Restaurant mit einem Kellner, der sich auf unnachahmlicher Art um einen kümmert (fast Väterlich) zeigten wieder, warum Italien mir als Urlaubsland sehr ans Herz gewachsen ist.

Strandimpressionen:

Altstadtimpressionen:

Alle haben Spaß auf dem Fliederfest

Hochzeitsimpressionen

Gute Nacht, Caorle, war schön hier!

Die Urlaubsberichte sind hiermit aber noch nicht vorbei:
Die Rückfahrt brachte ein geplantes Highlight und eine ungeplante Überraschung mit sich.

11. Juli 2011 at 15:18 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Venedig

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Venedig konnte ich über Jahre nie ernst nehmen. Es war für mich eine überlaufene, kitschige Altstadt. Einige Straßenzüge, die mehr Freizeitpark als historische Orte sind. In teilen stimmt das auch, klar, die Stadt ist ein Museumsort, bestehend aus Hotels, Souveniershops und Restaurants.

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Aber – und das macht die Stadt so spannend: Es ist nicht nur ein kleiner Altstadtteil, es ist eine ganze Stadt die das Venedigklischee erfüllt. Und während in der Nähe der Sehenswürdigkeiten auch das Touristenklischee voll erfüllt wird findet man sich nach einigen Minuten Karten- und Geistlosen Bummels an interessanten Orten ohne das man auch nur einen anderen Touristen sieht.

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Dazu die Vorstellung, dass diese Stadt blühte, als Berlin noch ein Dorf war ist einfach faszinierend. Da ich Venedig nicht ernst nehmen konnte war es in der Reiseplanung auch nur für einen Nachmittag eingeplant. Ganz klar: Viel zu wenig.

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Da das Parken in der Nähe von Venedig (also im Umland, der hässlicher ist, als der Ruhrpott) viel zu teuer ist, parkten wir auf einem kostenlosen Parkplatz in Spinea. Eigentlich schlau, aber die Stunde Wartezeit auf dem fahrkartenautmatenlosen Bahnhof und das darauf folgende Schwarzfahren hat doch schon Nerven gekostet. Ich bin einfach zu alt für sowas.

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So, fertig geschrieben es folgt Kitsch erster Güte:

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Marktimpressionen:

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Müllabfuhr

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Paketzustellung

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Leichenboot

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Bausünde

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18. Juni 2011 at 16:40 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Rundtour Nordspitze Gardasee

Der Tag begann mit einer Meinungsverschiedenheit. Stephan wollte den Gardasee komplett mit dem Auto umrunden, Janine und mir grauste dagegen der Gedanke den ganzen Tag im Auto zu sitzen.

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Nach einer kurzen”wasmachenwirjetzt-Recherche” in der Tourist Information hatten wir eine Lösung, die alle zufrieden stellte. Wir fuhren etwa mittig mit einer Autofähre über den Gardasee um über die Nordspitze wieder zurück zu fahren.

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Seltenes Bild: Stephan mit Kamera

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Auf der anderen Seite angekommen erklimmten wir die Berge. Anders als an den anderen Tagen nutzen wir diesmal das Auto, bei den aktuellen Temperaturen die schönere Möglichkeit.

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Tilt-Shift-Spielerei:

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Riva an der Nordspitze des Gardasees ist zwar sehr schön gelegen, da aber die kalte Alpenluft auf das Mittelmeerklima trifft, weht hier immer eine steife Briese. Dem Sommerurlauber stört es, der Windsurfer freut sich.

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Neue EInrichtungsideen für Wohnzimmer:

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Nach einer Badesiesta spazierten wir Abends noch am Gardasee

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Verführerischer Kitsch:

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Hiermit hat Stephan mir eine große Freude gemacht: Cola aus der 1L-Glasflasche

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Danke nochmal, Käsebein

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7. Juni 2011 at 19:06 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Gardaland

Auch heute hieß es wieder: früh aufstehen, denn wir mussten aus Südtirol an die Südhälfte des Gardasees fahren.

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Hier befindet sich das Gardaland, eines der größten Freizeitparks Europas. Der Park wird besonders in der Hochsaison sehr stark frequentiert, was zur Folge hat, dass alle Attraktionen Kapazitätenfresser sind. Da wir uns noch in der Nebensaison befinden, waren kurze Anstehzeiten die Folge. Ein weiterer Pluspunkt war der kostenlose Eintritt dank der Merlin-Jahreskarte.

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Es gab für uns drei Neuheiten: Das unter dem Baum befindliche Madhouse hatten wir bei unserem Besuch 2007 schlicht übersehen. Mammut war damals im Bau und die Neuheit Raptor wurde dieses Jahr erst eröffnet.

Raptor ist der erste B&M-Wingcoaster. Hierbei handelt es sich um ein Achterbahntyp des Premiumherstellers bei dem man nicht auf- auch nicht unter sondern neben der Schiene sitzt.IMG_1035 (Large)

Dieser Achterbahn wird in Fankreisen besonderer Beachtung geschenkt, da sich bereits ein anderer Hersteller an ein ähnliches Modell versucht hat und dabei aufgrund der Vibrationen eine von Anfang an nahezu unfahrbare Bahn hingestellt hat.

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Und auch bei dieser Bahn zeigt sich die Tücke der Bauart, so gibt es auf den äußeren Sitzen Vibrationen, die man von B&M nicht kennt. Diese sind aber in Ordnung und der Fahrspaß ist garantiert. Besonders weil das Gardaland es sich nicht nehmen lassen hat, einige Spezialeffekte wie nah an der Schiene aufgebaute Hindernisse und Wassereffekte zu integrieren.

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Der WIngcoaster gehört nicht zu meinen Lieblingsmodellen, macht aber Spaß und besonders von den hinteren Flächen aus ist es toll, dem Zug bei der Fahrt zuzusehen. Vom Gefühl her hat es mich an die ersten Fahrten als Schüler im Gelenkbus erinnert.

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Ansonsten hat der Park noch Einiges zu bieten, besonders die Piratenthemenfahrt hat mich beeindruckt. Für mich ist es die beste in Europa, noch vor dem Fliegenden Holländer, der Fluch der Karbikthemenfahrt im Disneyland und der Kopie davon im Europa-Park.

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Die Traktorfahrt über den Bauernhof ist auch ein Knüller:

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Tolle Werbung:

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Nach dem Gardalandbesuch fuhren wir auf den etwa zehn Kilometer entfernten Campingplatz. Hier hatten wir ein Mobilheim für 22 Euro die Nacht von Vacansoleil gebucht. Diese sind wirklich top, mit zwei Schlafzimmer, Dusche, WC und Küche. Das muss es auch sein, wenn man bedenkt, dass sich der Preis in der Hochsaison versechstfacht.

Am Abend gingen wir Pizza essen und am Gardasee spazieren…

Achtung, es wird kitschig!

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29. Mai 2011 at 08:34 1 Kommentar

Italien 2011: Helmbesteigung Dolomiten

Bereits um 5:30 Uhr mussten wir aufstehen, wurden dafür aber mit einem schönen Sonnenaufgang belohnt.

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Die Hinterlassenschaften des letzten Abends machen das wachwerden auch nicht einfacher…

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…selbst der Hofkatze ist es noch zu früh…

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… aber bei der Aussicht vom Balkon wurden wir schnell wach.

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Kurzer Fotozwischenstopp am malerischen Achsee.

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Typisches Frühstück in Österreich.IMG_0902 (Large)

Wir haben uns die Zeit genommen über den alten Brennerpass zu fahren, was auch schön ist, aber mit vielen anderen Passstrassen nicht mithalten kann, dafür ist das Wort Passstrasse toll. IMG_0903 (Large)

Eine Polizeikontrolle an der Italienischen Grenze war auch dabei. Der nicht vorhandene Fahrzeugschein hat die Polizei dabei nicht interessiert. Auch schön!

Mittags angekommen haben wir eine Pension gesucht, da wir uns in der Vorsaison befinden, war das aber kein Problem.

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Die Krux an der Vorsaison, besser Zwischensaison ist, dass man die Dolomiten schlecht erwandern kann, weil viele Schneefelder die Wanderwege verdecken. Deshalb wanderten wir auf den Helm – dieser ist außerhalb des Felsmassivs und wir bewanderten die Sonnenseite.

Die Wandergruppe:

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Unser Wanderziel war von der Hütte aus zu sehen (siehe rote Markierung):

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 Hier noch einmal die Markierung vergrößert, die obere Hütte war unser Ziel:,zoom

Von der Pensionswirtin wurde uns ein direkter Aufstieg empfohlen. dass hatte zur Folge, dass auf der gesamten ca. zweistündige Aufstiegsroute dauerhaft eine krasse Steigung bewältigt werden musste.

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In Negerdorf ist nichts los:

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Der große Vorteil dieser Wanderung, neben der Schneelosigkeit ist, dass man immer einen schönen Blick auf die Dolomiten hat. Wir kämpften uns Höhenmeter für Höhenmeter hoch, es wurde immer beschwerlicher, die Pausentaktung immer kürzer.

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Endlich oben angekommen wurden wir, stolze Wandersleut, mit einem wirklich tollem Alpenpanorama belohnt. 1200 Höhenmeter hatten wir bewältigt und wir befanden uns nun auf 2500 Meter..

Die Helmhütte

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Der Abstieg war kein Problem und war überraschend schnell beendet. Beim Einkauf für ein abendliches Picknick habe ich die italienische Konkurrenz zum Charminbär gefunden:

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Als wir eine Straße folgten um zu einem Campingplatz zu gelangen landeten wir zufällig an einen verlassenen Wanderparkplatz am Fuße der Dolomiten. Ein perfekter Platz für unsere Picknickpläne.

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Am nächsten Tag soll es in das Gardaland gehen, ein großer Freizeizeitpark am Gardasee.

28. Mai 2011 at 08:33 2 Kommentare

Italien 2011: Breitenstein, Freizeitpark Schliersbergalm, Schliersee, Koglhof

Vormittags bestiegen wir den Breitenstein. Es war zwar eine kurze, vierstündige Wanderung, der bezwungene Höhenunterschied war aber schon beachtlich. Die Höhendifferenz zwischen dem Startpunkt und dem 1622 Meter hohen Breitenstein beträgt 800 Meter.

Es folgen einige Wanderimpressionen:

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Man achte auf die Menschen auf dem Gipfel

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Nach der Wanderung, ging es an den wunderschönen Schliersee, den Jodler Peppi haben wir aber leider nicht gefunden.

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Direkt am Schliersee befindet sich auch der “Freizeitpark Schliersbergalm”, hinter diesem großen Namen versteckt sich ein Gasthof mit einem Alpinecoaster und einer Sommerrodelbahn. Die Auffahrt erfolgt mit einer Seilbahn.

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Sowohl der Alpinecoaster als auch die Sommerrodelbahn sehen sehr selbstgebaut zu sein und wirken sehr abenteuerlich.

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In der Sommerrodelbahn muss man sich Handschuhe anziehen und darf nicht mit kurzer Hose mitfahren.  In den Kurven hat man aufgrund der nicht vorhandenen Neigung starke Bedenken mit Geschwindigkeit durchzufahren, trotzdem macht die Anlage Spaß und ist empfehlenswert.

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Den Abend ließen wir an der Koglalm bei herrlicher Aussicht ausklingen.

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Selbst ein leeres Weizenglas hat hier oben seinen Reiz.

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Leider war es schon der letzte Abend am Kogelhof, am nächsten Tag soll es früh weitergehen, endlich nach Italien.

24. Mai 2011 at 20:33 Hinterlasse einen Kommentar

Italien 2011: Würzburg – Festung Marienberg

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Auf der Hinfahrt nach Italien mussten wir einige Zwischenstopps einplanen, da eine Mitfahrerin aus beruflichen Gründen bis Montag in Deutschland erreichbar sein musste. Eine Idee für dieses Zwischenprogramm war der Besuch der Stadt Würzburg.

Wir wählten einen Parkplatz mitten in der Innenstadt um auf dem Weg zur Festung noch einige Highlights abzufrühstücken. So ging es durch die schöne Innenstadt über die alte Mainbrücke zur Festung.

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Gerade auf der Alten Brücke hat man das Gefühl, man befinde sich in einer kleinen, beschaulichen Variante von Prag. Der Austieg erfolgt über die Weinberge und bietet immer wieder sehr schöne Ansichten der Stadt.

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Überraschend war, wie günstig die Parkgebühren direkt an der Festung sind. Auch die Gastronomie auf dem Berg selber war überraschend günstig. Hier entdeckten wir auch den ersten Urlaubsminipli.

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Während der  45minütigen Führung suchte uns das erste Sommergewitter der Reise heim. Danach war die Welt aber wieder in Ordnung.IMG_0766 (Large)

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Hatte leider geschlossen:

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Danach fuhren wir weiter zum Andechserkloster, berühmt durch die leckeren Bierchen und dann zu unserem Schlafplatz für die nächsten zwei Tage, die Koglalm in der Nähe vom Schliersee.

24. Mai 2011 at 20:16 Hinterlasse einen Kommentar

Müggelwanderung Köpenick

Folgt man der Schnellbahnlinie S3, vom westlichsten Haltepunkt Spandau, meiner neuen Heimat, zur östlichsten Haltestelle landet man in Erkner, da will man aber nicht hin. Nur wenige Stationen davor befindet sich Friedrichshagen und unweit des Bahnhofs befindet sich der Müggelsee.

IMG_0400 (Large)Meine neue Heimat von der S-Bahnstation gesehen

Warum wollte ich dorthin? Schwer zu sagen, ich wollte wandern, war mir aber unsicher wo. Also wählte ich einen Ort mit einem schönen Namen. Der Müggelsee war hier nur zu einladend. Auch die Option den Müggelturm zu besteigen verfestigte meine Entscheidung.

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Angekommen ging es zuerst ca. einen Kilometer durch das schöne Friedrichshagen. Am Müggelsee ging es dann durch den Spreetunnel mit typisch abgeranzten unterführungsflair auf die stadtabgewandte Seite. Dabei spielte eine Straßenband in der Unterführung die deutsche Nationalhymne, was der ganzen Aktion einen theatralischen Touch gab.

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Brauerei Berliner Bürgerbräu, sehr schön gelegen

Bemerkenswert fand ich, dass man Wander- und Fahrradwege baulich getrennt hat. Das hat zwei Vorteile: Der wandernde Tourist hat keinen Problem mit Fahrradfahrern und Inlineskater und der Berliner kann die wenigen Fahrradfahrer, die auf dem Wanderweg fahren anmeckern. So wird nicht nur die Wanderlust, sondern auch der Drang zum meckern gestillt.

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Kurz nach der Raststätte Rübezahl entfernte ich mich vom Müggelsee um über einen toll gemachten Naturerlebnispfad für Kinder den Berg zu besteigen, auf dem der Müggelturm steht.

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Es folgen einige Bilder aufgenommen vom Müggelturm:

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Langer See

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  Sozialistische Bauweise

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Am Horizont die Großbaustelle Flughafen Schönefeld

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Blick Richtung Berlin

Nach dem Müggelturm ging es weiter entlang des Langen Sees in Richtung Köpenick.

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Die folgende Immobilie weckte sofort mein Interesse, leider bin ich ja gerade umgezogen.

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Mit der im BVG-Tarif inkludierten Personenfähre ging es auf die andere Seite des Langen Sees.

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Leider ebbte die Schönheit der Wanderung auf der Seite abrupt ab, so dass ich mit der Straßenbahn nach Köpenick fuhr.

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Im überraschend schönen Köpenick wurde zu dieser Zeit ein Winzerfest veranstaltet. Am Ufer ergab sich hier eine sehr schöne Atmosphäre. Hier endete auch meine Wanderung, die am Ende schöner und abwechslungsreicher war, als ich es jemals erwartet hatte.

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3. Mai 2011 at 10:06 Hinterlasse einen Kommentar

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