Spreepark Berlin

2. Oktober 2009 at 19:27 2 Kommentare

Im Rahmen meines Berlintripps am 13. September besuchte ich auch die seit diesem Sommer angebotenen Führungen im Spreepark. Es war Sonntag, 10 Uhr und da der Berliner ansich gerne etwas länger schläft waren wir nur ca. 20 Personen während die anderen Führungen mit 40 Personen komplett ausgebucht waren.

Der Herr, der die Führung veranstaltet hat, ist schon seit Jahren interessiert in der Geschichte des Kulturparks Plänterwald, bzw. des Spreeparks und unternimmt diese Führungen vollkommen Ehrenamtlich, respekt und vielen Dank dafür. Die 15 € Gebühren für diese Tour gehen direkt an die Sicherheitsfirma, die wiederrum von der Insolventen Spreepark GmbH bezahlt werden, also auch für Lau arbeiten.

Bei der Führung war auch der Cousin von Nobert Witte, der ja momentan seinen Wohnwagen in der Westernstadt aufgeschlagen hat und “für potentielle Investoren die Fahrgeschäfte auf funktionsfähigkeit überprüft”. Dementsprechend gut kam auch die Geschichte der Familie Witte bei der Führung bei weg. Da ich meist der ganz vorne in unserer Gruppe war (warum laufen eigentlich soviele Menschen immer so langsam?) konnte ich einige Anekdoten mitbekommen.

In der Mitte der Führung konnten wir dann ein Eisenbahngeräusch vernehmen, ich dachte an eine weiter entfernte Eisenbahn und habe die Aussage vom Cousin zum Führer “Guck mal da kommt Norbert mit der Parkeisenbahn” als Scherz aufgefasst. Dementsprechend überrascht war ich natürlich als der Herr Witte wirklich sein Spieltrieb auslebte und einige Runden durch den Park fuhr.

Die Frage einiger Führungsteilnehmer ob es möglich sei, mal mit der Eisenbahn mitzufahren wurde vom Spreeparkführer verneint “keine Genehmigung, kein TÜV”. Aber ein Herr Witte bleibt eben ein Herr Witte und lud uns überraschend zu einer Runde durch den Spreepark ein. Einerseits natürlich sehr verantwortungslos, aber da ich nutzniesser dieser Aktion war möchte ich mich nicht drüber beschweren.

Es war schon ein sehr merkwürdiges Gefühl nach sieben Jahren mit der erste Fahrgast dieser Parkeisenbahn zu sein, welcher dann auchnoch von Herrn Witte geführt wurde* und damit durch diesen “Geisterpark” zu fahren. Ein noch komischeres Gefühl war es dann über die Brücke an der Wildwasserbahn zu fahren, aber es hat ja gehalten .

Naja, jetzt habe ich den Titel:
First public Rider on Parkeisenbahn in Spreepark Berlin 2009.

Und noch viel schöner: Mir ist aufgefallen, dass ich die counts von meinem Besuch Anfang der Neunziger noch nicht eingetragen hatte, also indirekt noch gecountet.

*das soll weisgott keine Heldenverehrung sein, aber es ist nun eben “Mr. Spreepark” und steht für die Geschichte des Parks bis Heute – dementsprechend irgendwie merkwürdig, wenn der Zug von ihm geführt wird.

Hier findet man übrigens ein Video von der Fahrt auf der ich aber ich auch beiwohnte, das Video ist aber nicht von mir:

Man verzeihe mir die Bilderflut, aber ich liebe solche Lost Places.

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Teaservideo – Heide Park Halloween Design vor Funktion

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  • 1. Florian  |  5. Oktober 2009 um 11:27

    Also ich will mal was loswerden. Die Bahn braucht keinen TÜV – die ist viel zu langsam!

    Und zu deiner Brücke, Christopher hat vorher doch gesagt man braucht bei der Brücke keine Angst haben, die hält. Es ist eine Stahlkonstruktion.

    Und sei mal lieber froh das wir fahren konnten. Das gehört nämlich eigentlich nicht zur Führung.

    Antwort
  • 2. tidoblog  |  5. Oktober 2009 um 18:39

    Okay, es ist alles ungesundes Halbwissen bei mir, deshalb kann ich auch nicht sagen, ob so ein Fahrgeschäft TÜV braucht. Die Frage stellt sich aber: Wer haftet, wenn etwas passiert und da glaube ich schon, dass Herr Witte eine Mitschuld tragen würde.

    “Wenn etwa passieren würde” muss ja nicht heissen, dass eine Brücke einstürzt, es muss ja nur eines der anwesenden KInder herausfallen ect.

    Und da bin ich der Meinung, dass Herr Witte nach seinen bisherigen Efahrungen doch ein bisschen vorsichtiger, einsichtiger sein sollte. Ich mein damit nicht nur der oftzitierte Skylabunfall sondern auch die Unfälle während der Spreeparkzeit.

    Das wirklich eine Gefahr bestand bei der Brücke hatte ich nie gedacht, das Wort Angst in meinem Beitrag war vielleicht auch übertrieben, “mülmiges Gefühl” umschreibt es wohl besser, die Kritik ist angekommen.

    Ich bin auch sehr, sehr froh, dass ich die Fahrt mitmachen durfte, meine Meinung dazu hatte ich ja im Beitrag erwähnt:


    Einerseits natürlich sehr verantwortungslos, aber da ich nutzniesser dieser Aktion war möchte ich mich nicht drüber beschweren.

    Antwort

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