Archiv für Mai, 2011
Italien 2011: Gardaland
Auch heute hieß es wieder: früh aufstehen, denn wir mussten aus Südtirol an die Südhälfte des Gardasees fahren.
Hier befindet sich das Gardaland, eines der größten Freizeitparks Europas. Der Park wird besonders in der Hochsaison sehr stark frequentiert, was zur Folge hat, dass alle Attraktionen Kapazitätenfresser sind. Da wir uns noch in der Nebensaison befinden, waren kurze Anstehzeiten die Folge. Ein weiterer Pluspunkt war der kostenlose Eintritt dank der Merlin-Jahreskarte.
Es gab für uns drei Neuheiten: Das unter dem Baum befindliche Madhouse hatten wir bei unserem Besuch 2007 schlicht übersehen. Mammut war damals im Bau und die Neuheit Raptor wurde dieses Jahr erst eröffnet.
Raptor ist der erste B&M-Wingcoaster. Hierbei handelt es sich um ein Achterbahntyp des Premiumherstellers bei dem man nicht auf- auch nicht unter sondern neben der Schiene sitzt.
Dieser Achterbahn wird in Fankreisen besonderer Beachtung geschenkt, da sich bereits ein anderer Hersteller an ein ähnliches Modell versucht hat und dabei aufgrund der Vibrationen eine von Anfang an nahezu unfahrbare Bahn hingestellt hat.
Und auch bei dieser Bahn zeigt sich die Tücke der Bauart, so gibt es auf den äußeren Sitzen Vibrationen, die man von B&M nicht kennt. Diese sind aber in Ordnung und der Fahrspaß ist garantiert. Besonders weil das Gardaland es sich nicht nehmen lassen hat, einige Spezialeffekte wie nah an der Schiene aufgebaute Hindernisse und Wassereffekte zu integrieren.
Der WIngcoaster gehört nicht zu meinen Lieblingsmodellen, macht aber Spaß und besonders von den hinteren Flächen aus ist es toll, dem Zug bei der Fahrt zuzusehen. Vom Gefühl her hat es mich an die ersten Fahrten als Schüler im Gelenkbus erinnert.
Ansonsten hat der Park noch Einiges zu bieten, besonders die Piratenthemenfahrt hat mich beeindruckt. Für mich ist es die beste in Europa, noch vor dem Fliegenden Holländer, der Fluch der Karbikthemenfahrt im Disneyland und der Kopie davon im Europa-Park.
Die Traktorfahrt über den Bauernhof ist auch ein Knüller:
Tolle Werbung:
Nach dem Gardalandbesuch fuhren wir auf den etwa zehn Kilometer entfernten Campingplatz. Hier hatten wir ein Mobilheim für 22 Euro die Nacht von Vacansoleil gebucht. Diese sind wirklich top, mit zwei Schlafzimmer, Dusche, WC und Küche. Das muss es auch sein, wenn man bedenkt, dass sich der Preis in der Hochsaison versechstfacht.
Am Abend gingen wir Pizza essen und am Gardasee spazieren…
Achtung, es wird kitschig!
Italien 2011: Helmbesteigung Dolomiten
Bereits um 5:30 Uhr mussten wir aufstehen, wurden dafür aber mit einem schönen Sonnenaufgang belohnt.
Die Hinterlassenschaften des letzten Abends machen das wachwerden auch nicht einfacher…
…selbst der Hofkatze ist es noch zu früh…
… aber bei der Aussicht vom Balkon wurden wir schnell wach.
Kurzer Fotozwischenstopp am malerischen Achsee.
Typisches Frühstück in Österreich.![]()
Wir haben uns die Zeit genommen über den alten Brennerpass zu fahren, was auch schön ist, aber mit vielen anderen Passstrassen nicht mithalten kann, dafür ist das Wort Passstrasse toll. ![]()
Eine Polizeikontrolle an der Italienischen Grenze war auch dabei. Der nicht vorhandene Fahrzeugschein hat die Polizei dabei nicht interessiert. Auch schön!
Mittags angekommen haben wir eine Pension gesucht, da wir uns in der Vorsaison befinden, war das aber kein Problem.
Die Krux an der Vorsaison, besser Zwischensaison ist, dass man die Dolomiten schlecht erwandern kann, weil viele Schneefelder die Wanderwege verdecken. Deshalb wanderten wir auf den Helm – dieser ist außerhalb des Felsmassivs und wir bewanderten die Sonnenseite.
Die Wandergruppe:
Unser Wanderziel war von der Hütte aus zu sehen (siehe rote Markierung):
Hier noch einmal die Markierung vergrößert, die obere Hütte war unser Ziel:,
Von der Pensionswirtin wurde uns ein direkter Aufstieg empfohlen. dass hatte zur Folge, dass auf der gesamten ca. zweistündige Aufstiegsroute dauerhaft eine krasse Steigung bewältigt werden musste.
In Negerdorf ist nichts los:
Der große Vorteil dieser Wanderung, neben der Schneelosigkeit ist, dass man immer einen schönen Blick auf die Dolomiten hat. Wir kämpften uns Höhenmeter für Höhenmeter hoch, es wurde immer beschwerlicher, die Pausentaktung immer kürzer.
Endlich oben angekommen wurden wir, stolze Wandersleut, mit einem wirklich tollem Alpenpanorama belohnt. 1200 Höhenmeter hatten wir bewältigt und wir befanden uns nun auf 2500 Meter..
Die Helmhütte
Der Abstieg war kein Problem und war überraschend schnell beendet. Beim Einkauf für ein abendliches Picknick habe ich die italienische Konkurrenz zum Charminbär gefunden:
Als wir eine Straße folgten um zu einem Campingplatz zu gelangen landeten wir zufällig an einen verlassenen Wanderparkplatz am Fuße der Dolomiten. Ein perfekter Platz für unsere Picknickpläne.
Am nächsten Tag soll es in das Gardaland gehen, ein großer Freizeizeitpark am Gardasee.
Italien 2011: Breitenstein, Freizeitpark Schliersbergalm, Schliersee, Koglhof
Vormittags bestiegen wir den Breitenstein. Es war zwar eine kurze, vierstündige Wanderung, der bezwungene Höhenunterschied war aber schon beachtlich. Die Höhendifferenz zwischen dem Startpunkt und dem 1622 Meter hohen Breitenstein beträgt 800 Meter.
Es folgen einige Wanderimpressionen:
Man achte auf die Menschen auf dem Gipfel
Nach der Wanderung, ging es an den wunderschönen Schliersee, den Jodler Peppi haben wir aber leider nicht gefunden.
Direkt am Schliersee befindet sich auch der “Freizeitpark Schliersbergalm”, hinter diesem großen Namen versteckt sich ein Gasthof mit einem Alpinecoaster und einer Sommerrodelbahn. Die Auffahrt erfolgt mit einer Seilbahn.
Sowohl der Alpinecoaster als auch die Sommerrodelbahn sehen sehr selbstgebaut zu sein und wirken sehr abenteuerlich.
In der Sommerrodelbahn muss man sich Handschuhe anziehen und darf nicht mit kurzer Hose mitfahren. In den Kurven hat man aufgrund der nicht vorhandenen Neigung starke Bedenken mit Geschwindigkeit durchzufahren, trotzdem macht die Anlage Spaß und ist empfehlenswert.
Den Abend ließen wir an der Koglalm bei herrlicher Aussicht ausklingen.
Selbst ein leeres Weizenglas hat hier oben seinen Reiz.
Leider war es schon der letzte Abend am Kogelhof, am nächsten Tag soll es früh weitergehen, endlich nach Italien.
Italien 2011: Würzburg – Festung Marienberg
Auf der Hinfahrt nach Italien mussten wir einige Zwischenstopps einplanen, da eine Mitfahrerin aus beruflichen Gründen bis Montag in Deutschland erreichbar sein musste. Eine Idee für dieses Zwischenprogramm war der Besuch der Stadt Würzburg.
Wir wählten einen Parkplatz mitten in der Innenstadt um auf dem Weg zur Festung noch einige Highlights abzufrühstücken. So ging es durch die schöne Innenstadt über die alte Mainbrücke zur Festung.
Gerade auf der Alten Brücke hat man das Gefühl, man befinde sich in einer kleinen, beschaulichen Variante von Prag. Der Austieg erfolgt über die Weinberge und bietet immer wieder sehr schöne Ansichten der Stadt.
Überraschend war, wie günstig die Parkgebühren direkt an der Festung sind. Auch die Gastronomie auf dem Berg selber war überraschend günstig. Hier entdeckten wir auch den ersten Urlaubsminipli.
Während der 45minütigen Führung suchte uns das erste Sommergewitter der Reise heim. Danach war die Welt aber wieder in Ordnung.
Hatte leider geschlossen:
Danach fuhren wir weiter zum Andechserkloster, berühmt durch die leckeren Bierchen und dann zu unserem Schlafplatz für die nächsten zwei Tage, die Koglalm in der Nähe vom Schliersee.
Müggelwanderung Köpenick
Folgt man der Schnellbahnlinie S3, vom westlichsten Haltepunkt Spandau, meiner neuen Heimat, zur östlichsten Haltestelle landet man in Erkner, da will man aber nicht hin. Nur wenige Stationen davor befindet sich Friedrichshagen und unweit des Bahnhofs befindet sich der Müggelsee.
Meine neue Heimat von der S-Bahnstation gesehen
Warum wollte ich dorthin? Schwer zu sagen, ich wollte wandern, war mir aber unsicher wo. Also wählte ich einen Ort mit einem schönen Namen. Der Müggelsee war hier nur zu einladend. Auch die Option den Müggelturm zu besteigen verfestigte meine Entscheidung.
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Angekommen ging es zuerst ca. einen Kilometer durch das schöne Friedrichshagen. Am Müggelsee ging es dann durch den Spreetunnel mit typisch abgeranzten unterführungsflair auf die stadtabgewandte Seite. Dabei spielte eine Straßenband in der Unterführung die deutsche Nationalhymne, was der ganzen Aktion einen theatralischen Touch gab.
Brauerei Berliner Bürgerbräu, sehr schön gelegen
Bemerkenswert fand ich, dass man Wander- und Fahrradwege baulich getrennt hat. Das hat zwei Vorteile: Der wandernde Tourist hat keinen Problem mit Fahrradfahrern und Inlineskater und der Berliner kann die wenigen Fahrradfahrer, die auf dem Wanderweg fahren anmeckern. So wird nicht nur die Wanderlust, sondern auch der Drang zum meckern gestillt.
Kurz nach der Raststätte Rübezahl entfernte ich mich vom Müggelsee um über einen toll gemachten Naturerlebnispfad für Kinder den Berg zu besteigen, auf dem der Müggelturm steht.
Es folgen einige Bilder aufgenommen vom Müggelturm:
Langer See
Sozialistische Bauweise
Am Horizont die Großbaustelle Flughafen Schönefeld
Blick Richtung Berlin
Nach dem Müggelturm ging es weiter entlang des Langen Sees in Richtung Köpenick.
Die folgende Immobilie weckte sofort mein Interesse, leider bin ich ja gerade umgezogen.
Mit der im BVG-Tarif inkludierten Personenfähre ging es auf die andere Seite des Langen Sees.
Leider ebbte die Schönheit der Wanderung auf der Seite abrupt ab, so dass ich mit der Straßenbahn nach Köpenick fuhr.
Im überraschend schönen Köpenick wurde zu dieser Zeit ein Winzerfest veranstaltet. Am Ufer ergab sich hier eine sehr schöne Atmosphäre. Hier endete auch meine Wanderung, die am Ende schöner und abwechslungsreicher war, als ich es jemals erwartet hatte.

