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Open Flair 2010
Es ist jetzt fünf Jahre her, dass ich mich verliebt habe. Es war Sommer und ich fand mich irgendwo in der Einöde von Nordhessen wieder, weil auf einem Festival sowohl die Toten Hosen als auch Farin Urlaub, der damals mit seinem gelungenen Debütalbum aufgetreten ist, kommen sollten. Ich habe mich an diesem Wochenende nicht nur in das Festival Open Flair, sondern auch in die Stadt Eschwege verliebt.
Es war ein fantastisches Wochenende und so machte ich mich jedes Jahr wieder auf die mehr als 400 km weite Anfahrt. Warum das Open Flair? Warum Eschwege? Warum nicht Hurricane, Rock am Ring oder Konsorten? Ganz einfach: Das Open Flair ist aus einer Art Stadtfest gewachsen – mit Zirkus, Kinderbespassung, Kleinkunst und Innenstadtlage. Und auch wenn der Rockpart immer und immer größer wurde und damit auch das Campinggelände bleibt es ein Stadtfest, mit Kinderbespaßung, Kleinkunst in der Innenstadt. Dieses “Flair” fehlt einfach den Ackerfestivals.
Dieses Jahr schaffte ich es leider mangels Urlaubstage das erste mal nicht, dass Festival ansich zu besuchen. Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, da ich sowieso in der Nähe war für einen Tag und eine Nacht “Zaungast” zu sein. Sprich: Zusammen mit fünf Freunden nur die Atmosphäre des Festivals zu genießen ohne Konzerte aufzusuchen. Was auch super geklappt hat, danke dafür Leute, war ein echt genialer Tag. Auch einen großen Dank an die anderen 18.000 Besucher – die, die ich von euch kennenlernen durfte waren supernett.
Blick vom Bismarckturm auf Eschwege
Blick vom Kieshaufen, den mal toll nach einigen Bieren herunterrollen kann…
Mein Eigens für das Festival angefertigtes T-Shirt
“ESCHWEGE - Da, wo die Menschen aus den Fenster schauen” 
Eschwege, Open Flair, ich möchte noch viele schöne Jahre mit dir erleben.
Wer Open Flair sagt muss auch Monsters of Liedermaching sagen, deshalb schließe ich meinen Beitrag mit den heissen Tipp mal ein Konzert der Monsters live zu sehen – spätestens auf’m Flair 2011…
Galerie: Luftbilder Open Flair 2010
Einige Bilder vom Biskarckturm in Eschwege (Externer Link) während des Open Flairs 2010.
Eine Ode ans Open Flair findet ihr hier
Marburg – Edersee – Bad Zwesten
Marburg ist eine Stadt mit einer bemerkenswert schönen Altstadt, dass ist bekannt. Was aber nicht bekannt ist, ist dass die “Neustadt”, also alles was nichts mit Fachwerkbauten zu tun hat bemerkenswert hässlich ist. Ich bin mir unsicher, was mich mehr fasziniert hat bei meinem Besuch. Beides ist aber auf seiner eigenen Art sehenswert.
Erwähnenswert ist die Freundlichkeit der Marburger gegenüber ihren Gastronomen. Eine solche Dankbarkeit gegenüber dem Wirt habe ich selten gesehen und ist absolut lobenswert.
Diese kann man diesem miesepetriegem Wirt am Edersee aber nicht entgegenbringen:
An dem Tag lief aber auch alles schief – Speermauerfest an der Ederstaumauer – und genau an diesem Tag entschließen sich die Kabel zu brennen (Externer Link) – Gemeinheit, da ist keine Sprite ausschenken das Mindeste was man tun kann – blöde Sprite, blödes Feuer, blöde Staumauer.
Schön ist es aber trotzdem am Edersee:

Nach diesen gemischten Bewirtungserfahrungen entschieden wir uns ein Weinspaziergang durch den Kurgarten im wunderschönen, von Einigen als gruselig eingestuften, Bad Zwesten zu veranstalten, bei den Weinen haben wir uns nicht lumpen lassen.
Ein Wein “mit geogragrafischer Herkunft” trinkt man auch nicht alle Tage, dazu muss es schon besondere Anlässe geben, so zum Beispiel das Bad Zwesten Rockt, welches wir aber nur vom Zaungasthügel aus ansahen, da an dem Tag der Wein eher im Vordergrund stand. Eine interessante Live-Coverband mit guter Show – besonders die Anmoderationen im schnöseligem Wiener Dialekt für Rocksongs habens mir angetan.
Es wurden bei diesem Spaziergang auch Relikte aus WM-Zeiten versköstigt:

Das war es auch schon wieder aus der Provinz in Nordhessen. Nächste Wochen bin ich wieder Zaungast auf einem Festival, diesmal aber das ungleich größere Open Flair in Eschwege.
Point Alpha, Edersee, Winterberg
Ein verlängertes Wochenende in Nordhessen mit einem Winterprogramm, das wirklich passte liegt nun hinter mir. Hier einige Impressionen:
Es ist immer wieder schön zum Beginn der Reise, während der Autofahrt, dieses käsig-fettige Etwas zu essen
Zum Point Alpha spielte sich folgender Dialog zwischen mir und einem Freund ab:
“Hier in Hessen gibt es auch ein Grenzmuseum.”
“Ah, in sowas war ich auch schonmal, aber das war in Thüringen.”
Und so fuhren wir in ein Grenzmuseum, an der hessisch-thürigerischen Grenze. An dieser Stelle lag Point-Alpha, eine Beobachtungsstation der Amerikaner direkt am Grenzzaun. Verbunden mit einer Nachstellung des Grenzstreifens und entsprechende Ausstellungen ist es zwar sehenswert, aber nur, wenn man mal in der Nähe ist (und wann ist man mal in der Nähe von Geisa?)
Einen Tag später machten wir eine Mischung aus einer Wanderung und einem Spaziergang (12 km) am Edersee, so mag ich den Winter.
Danach folgte das Highlight dieses verlängertes Wochenendes: Skifahren in Winterberg. Es sind zwar nicht die Alpen, aber da ich bisher nur Skihallenerfahrungen machen durfte, war das schon eine bedeutsame Steigerung. Mit 21 Skiliften auf drei Bergen verteilt kann man hier schon einige Tage verbringen ohne das es wirklich langweilig wird.








































