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Erlebnisbergwerk Merkers
Die Firma K+S betreibt in einem stillgelegten Salzbergwerk, in welchem Sicherungsarbeiten durchgeführt werden, ein Erlebnisbergwerk.
Was unterscheidet ein normales Besucherbergwerk von einem Erlebnisbergwerk? In diesem Fall eine ganze Menge:
- Ein Hochseilgarten in 500 Metern Tiefe (wetteruabhängig, aber bei 28°) – externer Link
- Segwaytouren in 500 Metern Tiefe – externer Link
- Ein Konzertsaal in 500 Metern Tiefe – externer Link
- Marathonveranstaltungen in 500 Metern Tiefe – externer Link
Auf Grund der relativ hohen Kosten und der geringen Zeit entschieden wir uns aber für eine ganz normale Tour. Diese hatte es aber schon in sich:
Auf LKW-Ladeflächen geht es auf 21 km Fahrtstrecke durch das 4.600 km lange Streckennetz. Die Fahrt ist recht zügig und macht Spaß. Dabei werden mehrere Pausen eingelegt um den Besuchern die interessantesten Punkte des Bergwerkes zu zeigen.
Zum einem ist hier die Kristallgrotte zu nennen. Eine erst 1980 gefundene Grotte mit riesigen Salzkristallen. Sehr schön anzusehen und laut dem Bergwerksführer Weltweit einzigartig. In einer Lichtshow wird das Naturschauspiel noch einmal in Szene gesetzt.
Die Führung ging drei Stunden, da ist man über solche Vorrichtungen sehr glücklich. Durch die hohen Temperaturen und die Salzhaltige Luft wird man sehr durstig. Zur Mitte der Tour hat man die Möglichkeit Getränke zu einem fairen Preis käuflich zu erwerben. Wenn man wieder über Tage ist empfiehlt ist ein kühles Bier und den Salzgeschmack auf der Zunge loszuwerden.
Im ehemaligem Salzbunker ist eine Konzerthalle samt Riesenbagger untergebracht:
Prominenz lässt sich auch blicken:
Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurden die letzten Goldreserven und Kunstschätze im Bergwerk gelagert und nach kurzer Zeit von den Amerikanern gefunden. Auf der Bergwerkstour wird auch in den Räumen halt gemacht. Schön ist der Gedanke, dass sich hier einmal die bedeutendste Kunstsammlung Deutschlands befand.

Originalfoto von 1945 Goldreserven – Quelle: wikipedia.de
Die Tour wurde mit einem ausführlichem Museumsbesuch untertage abgeschlossen – hier fühlte ich mich aber Bergwerksmuseumsübersättigt und hielt mich zurück. Insgesamt kann ich diese Tour nur empfehlen! Abschließend noch ein wichtiger Hinweis für alle Besucher:
Politischer Abschluss:
Zitat aus Wikipedia.de (externer Link)
Jährlich leitet K+S durch Verpressung sechs bis sieben Millionen Kubikmeter Salzlauge, die bei der Salzgewinnung entsteht, ins Erdreich.[41] Verpressungsorte sind Gerstungen in Thüringen und Kleinensee sowie Philippsthal in Hessen.[41] Über dasGrundwasser gelangt Salzlauge in die Werra, die deutlich überhöhte Salzkonzentrationen aufweist. Während K+S auf vorwiegend geologische Ursachen für die Übersalzung verweist, sehen Kritiker die wesentliche Ursache in der Verpressung.[41]
Die K+S AG plant nun eine Pipeline bis in die Nordsee um dort Salz einzuschleusen, was ich als Ostfriese doof finde!

